„Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.“ (Joh 20,23)
Gottes Liebe ist größer als unser Versagen. Gott kann sogar das Böse zum Guten wenden. Das feiern wir im Sakrament der Buße.
Es gibt Dinge, die wir bereuen. Worte, die wir gerne zurücknehmen würden. Beziehungen, in denen etwas zerbrochen ist. Manchmal tragen wir etwas mit uns herum, das uns belastet.
Versöhnung kann ein Weg sein, wieder frei zu werden. Ein Weg zurück zu anderen, zu sich selbst – und zu Gott.
Keine Schuld ist so groß, dass Gott sie nicht vergeben könnte. Und Jesus sagt: Im Himmel ist über einen einzigen Sünder, der umkehrt, mehr Freude als über 99 Gerechte, die meinen, okay zu sein (vgl. Lukas 15). Buße ist etwas Ernstes, aber nichts Düsteres. Sie darf gefeiert werden.
In der Beichte dürfen Menschen mit allem, was sie beschäftigt und belastet, vor Gott kommen. Im Gespräch mit dem Priester können sie aussprechen, was ihnen auf dem Herzen liegt, das eigene Handeln ehrlich anschauen und gemeinsam neue Wege suchen.
Der Priester spricht die Vergebung Gottes zu und begleitet den Menschen auf dem Weg der Versöhnung – mit Gott, mit den Mitmenschen und mit sich selbst.
